Als Schüler oder Schülerin eine Zeit im Ausland
bei einer Gastfamilie zu verbringen und in die Schule zu gehen, ist eine Chance und eine Herausforderung
zugleich. Du kannst viel erleben und Spaß haben; doch es gibt auch neue
Lebenssituationen zu meistern, die selbstständige Entscheidungen erfordern. Wer
sich auf einen High School Aufenthalt einlässt, muss sich vorher genau überlegen, was alles
auf ihn zukommen kann; und auch wenn das Wort High School nicht mehr automatisch
bedeutet, dass im Gegenzug ein Schüler aus dem anderen Land in die eigene
Familie kommt, solltest Du Dir klar machen, dass Du bzw. Deine Eltern keine
Pauschalreise buchen.
Wichtig zu wissen ist, dass alle seriösen Organisationen, deren High School Angebote
mit Qualität Du Dir
von der FERIENBÖRSE für alle
von 6 bis 26
schicken lassen kannst, bei längeren Programmen
ein Auswahlverfahren haben. Daher musst Du Dich früh um die Bewerbung für einen
High School Aufenthalt mit Qualität kümmern, am besten schon ein Jahr vorher.
Eine seriöse Organisation kannst Du daran erkennen, daß sie Träger der
Jugendhilfe ist oder mit einem der Verbände zusammenarbeitet, deren Logos Du
nebenan siehst. Weitere Tipps
halten die unten aufgeführten Publikationen bereit.
Ein High School Aufenthalt ist übrigens nicht nur für Gymnasiasten
möglich, sondern ebenso für Haupt- und Realschüler. Es muss auch nicht immer der
klassische High School Aufenthalt in den USA sein – ein "High School"
Jahr auf einer dänischen
Insel oder ein halbes "High School" Jahr in den peruanischen Anden können ebenfalls sehr
spannend sein.
Und vielleicht solltest Du auch erst 'mal einen Kurzaustausch oder
Sprachreise in den Schulferien machen, um zu
sehen, wie Du Dich dabei fühlst. Sogenannte Homestays (meist in den Ferien)
organisiert zum Beispiel das
Deutsch-Französische Jugendwerk (DFJW)
Molkenmarkt 1-3
10179 Berlin
Tel.: 030 288757-0
Fax: 030 288757-88
E-Mail: info@dfjw.org
Web: www.dfjw.org/
Ansonsten lohnt es sich für kürzere Austauschprogramme, zunächst in der Schule
nachzufragen. Wenn Du da nicht weiterkommst, versuch es doch 'mal beim Jugendamt
der Stadt. Oft gibt es noch Austauschmaßnahmen mit den Partnerstädten. Oder ihr
wendet euch an eine
Jugendinformation- und -beratung, wie sie die
FERIENBÖRSE zum Beispiel eine ist, den Jugendring oder das Jugendministerium eures Bundeslands
(Adressen stehen auch im Internet unter:
http://www.rausvonzuhaus.de/cgi-bin/showcontent.asp?ThemaID=3756). Nur keine Scheu:
wir alle sind für Dich
da!
Bücher, Broschüren, Internetadressen
Eine Auswahl von Organisationen, die Highschool Aufenthalte anbieten, findet sich auf
den Faltblättern des IJAB Internationaler Jugendaustausch- und Besucherdienst
der Bundesrepublik Deutschland e.V. „Internationale Begegnungen für junge
Leute“, die es in je einer Ausgabe für junge Leute gibt, die nach
Deutschland kommen wollen, oder junge Leute aus dem deutschsprachigen Raum,
die in
Europa oder
Übersee eine Highschool besuchen wollen. Diese können an dieser
Stelle heruntergeladen werden oder in einer der
eurodesk Beratungsstellen, wie sie die
FERIENBÖRSE für alle von 6 bis 26
Ritterstraße 4/Theaterpassage
04109 Leipzig
Tel.: 03 41/9 60 67 36
Fax: 03 41/9 60 67 36
leipzig@eurodesk.org
eine ist,
abgeholt werden. Das hat den Vorteil, daß dort dann auch noch eine persönliche
Beratung möglich ist.
Das Handbuch Fernweh. Der Ratgeber zum Schüleraustausch (Dortmund, ISBN
3-935897-00-6) von Thomas Terbeck kostet 18,50 Euro und stellt unter anderem
einen Preis-Leistungs-Vergleich von Austauschprogrammen in die ganze Welt an.
Außerdem berichten Eltern und Schüler von ihren Erfahrungen. Weitere
Informationen und eine Bestellmöglichkeit des umfangreichen Ratgebers:
http://shop.bundesforum.de
Das Buch Ein Schuljahr in den USA – Austausch-Organisationen auf dem Prüfstand
von Christian Gundlach und Sylvia Schill (ISBN
3-930902-03-6, 15,23 Euro) wartet mit Kurzbeschreibungen von über 80
Organisationen auf, die nicht nur Plätze in den USA vermitteln. Weitere
Informationen und eine Bestellmöglichkeit des umfangreichen Ratgebers:
http://shop.bundesforum.de
www.ausgetauscht.de,
www.exchangees.de,
www.austauschjahr.de
Anbieterunabhängige Seiten, die den Informationsaustausch zwischen
Austauschschülern und anderen zu Themen des längerfristigen Schüleraustauschs,
wie z.B. High School,
ermöglichen.
Auch die Bücher "Als Gastschüler in den USA" von Max Rauner (14,90 Euro) und "Das
USA-Gastschülerbuch" von Volker Kitz (14,90 Euro) sind unter
http://shop.bundesforum.de erhältlich.
www.abi-ev.de
Die Aktion Bildungsinformation nimmt in ihrem Buch
u.a. Schuljahres-Aufenthalte in den USA: Ein praktischer Ratgeber für Eltern und
Schüler (16 Euro) Anbieter kritisch unter die Lupe.
Rotary Clubs
Der Jugenddienst der Rotary Clubs organisiert ebenfalls Jahres- und
Ferienaustauschprogramme. Auch Kinder aus Familien ohne Mitgliedschaft können
sich melden; sie sollten sich mit den Zielen der Rotarier identifizieren. Man
wendet sich an ein Mitglied des örtlichen Rotary Clubs oder wird von einem
Mitglied vorgeschlagen. Weitere Infos unter
www.rotary.de/jugenddienst/.
Finanzierung
Die Kosten für High School variieren. Beim Preisvergleich solltest Du
sehr genau auf die enthaltenen Leistungen achten. Leider ist es schwer, ein
Stipendium oder wenigstens ein Teilstipendium für einen Schüleraustausch zu
bekommen, aber unmöglich ist es nicht: Es gibt Unterstützung von einigen High
School Organisationen, von unabhängigen Stiftungen, von manchen Firmen oder
von der Stadt. Du solltest nichts unversucht lassen. Auch die Gewährung von
Bafög ist möglich. Hilfestellung hierzu
findest Du in den oben genannten Publikationen.
Wer eine High School in den USA besuchen will, kann sich beim Deutschen Bundestag
um ein Stipendium beim Parlamentarischen Patenschafts-Programm (PPP) bewerben.
Im Rahmen dieses Programms werden bundesweit 400 Stipendien an Schüler allgemeinbildender Schulen im Alter von 16 und 17 Jahren und junge Berufstätige
mit abgeschlossener Ausbildung im Alter von 16 bis 22 Jahren vergeben.
Bewerbungsfrist ist Anfang September des Vorjahres (der genaue Termin variiert
von Jahr zu Jahr). Die Unterlagen kannst Du beim Bundestag bestellen.
Deutscher Bundestag Referat PB 4
Platz der Republik 1
11011 Berlin
Tel.: 030 2270
Internet:
www.bundestag.de/internat/16129/index.html
Zusammenschlüsse
Einige Anbieter haben sich zusammengeschlossen und jeweils eigene Richtlinien
und Standards vereinbart:
AJA:
Die vier Mitglieder des Arbeitskreises (gemeinnütziger)
Jugendaustauschorganisationen vermitteln langfristige, bildungsorientierte
Austauschprogramme und haben hierfür Qualitätskriterien entwickelt.
Sie sind Durchführungsorganisationen im PPP und bieten sowohl Entsende- als auch
Aufnahmeprogramme an.
BundesForum Kinder- und Jugendreisen e.V.:
Im BundesForum sind über 70 gemeinnützige und gewerbliche Organisationen
zusammengeschlossen, die gemeinsame Qualitätskriterien
und Leitsätze beschlossen haben und permanent
weiter entwickeln, die z.T. auch High School Programme anbieten.
Council on Standards for International Educational Travel
(CSIET): Aufgabe der CSIET ist es, seriöse internationale
Jugendaustauschprogramme zu finden und Interessierte
darüber zu informieren, so daß Jugendliche an sinnvollen
und sicheren internationalen Austauschprogrammen teilnehmen können. CSIET Qualitätsstandards gelten für gewerbliche
und gemeinnützige Anbieter,
Langzeit- und
Kurzzeit-Programme, Familienaufenthalte und Reisen
sowohl für Schüler aus den Vereinigten Staaten von
Amerika, die das Land verlassen, als auch für ausländische
Schüler, die in die USA kommen.
DFH:
Im Deutschen Fachverband High School e.V. sind Organisationen
zusammengeschlossen, die wie das
BundesForum Kinder- und Jugendreisen e.V.
(Berlin)
gemeinsame Qualitätskriterien permanent weiter entwickeln. Dazu gehört z.B. das
GLS Sprachenzentrum (Berlin).
Bei der FERIENBÖRSE für alle von 6 bis 26 erhältst Du ausschließlich Angebote von seriösen
Veranstaltern, die durch ihre Mitgliedschaft in den o.g.
oder anderen Verbänden
oder dadurch daß sie z.B. vom
IJAB Internationaler
Jugendaustausch und Besucherdienst der Bundesrepublik Deutschland e.V. genannt werden,
dokumentieren, daß sie deren
Qualitätsrichtlinien
einhalten. Eine vollständige Liste kann angefordert
werden.
Wir können auch gerne einen
persönlichen Beratungstermin im Büro der FERIENBÖRSE, in
der Schule, am
Telefon oder auf einer Messe vereinbaren.
FERIENBÖRSE für alle von 6 bis 26
Ritterstraße 4/Theaterpassage
04109 Leipzig
Tel.: 0341 96067-36
Fax: 0341 96067-26
service@ferienboerse.org
www.ferienboerse.org
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